Music Learning Theory

Die Music Learning Theory

Die Theorie des musikalischen Lernens (Music Learning Theory) wurde von Edwin E. Gordon (South Carolina University, USA) entwickelt und basiert auf 50 Jahren Beobachtungen und Forschung. Sie beschreibt, wie das Kind ab der Geburt Musik lernt und geht davon aus, dass dabei ähnliche Prozesse wie beim Sprachlernen wirksam sind.

Das Kind ist ab der Geburt (und schon vorher) den gesprochenen Lauten der Muttersprache ausgesetzt und entwickelt mit der Zeit durch erste Nachahmungsversuche ein eigenes sprachliches Vokabular. Erst im Schul­alter wird es die eigene Sprache lesen und schreiben lernen. Das gleiche gilt auch für die Musik.

Im „Musik-in-der-Wiege“-Kurs (0 bis 3 Jahre) taucht das Kind von Anfang an in musikalische Klänge ein und es bekommt dadurch die Möglichkeit, ein eigenes Vokabular an gehörten Klängen zu entwickeln. Es reagiert auf die dargebotenen (textfreien) Melodien und Rhythmen zunehmend spontan und schließlich auch immer bewusster.

Im „Musikalitätsentwicklungs-“Kurs (4 bis 5 Jahre) entwickelt das Kind sein Vokabular an gesungenen Klängen weiter. Dieser Kurs ist die ideale Forsetzung von „Musik-in-der-Windel“, kann aber auch der ersten Annäherung an die Musik dienen.

Anschließend kann das Kind im Grundschulalter im „Musikalphabet“-Kurs (ab 6 Jahre) die Grundlagen der Musik lernen, inklusive Notenlesen und -schreiben, intoniertem Singen und Rhythmusgefühl. Dank dieser Grundlagen kann es nun erfolgreich anfangen ein Instrument zu lernen, in einem Chor zu singen oder musikalisch zu improvisieren.

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